Als Christian Bamberger Anfang der 90iger Jahre seine Koffer packt, um im sonnenverwöhnten Kalifornien Weinbau zu studieren, sieht alles nach einer zielstrebigen Winzerkarriere aus. Doch nach einem Jahr im Napa Valley zieht es ihn zurück nach Mainz, wo er ein Studium der Betriebswirtschaftslehre absolviert. Mit dem Diplom in der Tasche heuert er bei einer Bank in der Finanzmetropole Frankfurt an, wo in den folgenden Jahren Anlagen statt Lagen und Stock Exchange statt Rebstöcken sein Leben bestimmen. 

 

Erst ein Schicksalsschlag bringt Bamberger „Back to the roots“. 2007 übernimmt er das elterliche Weingut. Da ist er längst in den Dreißigern und geprägt von seinen Erfahrungen in Kalifornien und als Finanzanalyst. Beides hilft ihm dabei, schnell in die Erfolgsspur zu kommen. Er erwirbt 7ha erstklassige Vulkangesteinslagen in Schlossböckelheim auf 300m NN hoch über der Nahe, echte Prunkstücke mit „cool climate“. Die Böden der Weinberge strotzen vor geologischer Vielfalt, es finden sich Bergkristalle, Rauchquarze und Amethyste als Zeugen einer bewegten erdzeitgeschichtlichen Vergangenheit. 

 

Im Reich der Rieslinge kreiert er kraftvolle Rotweine mit langen Maischestandzeiten und baut sie in Barriques aus, "Rocking Reds" wie er sagt. Er setzt weitere Akzente mit der Cuvée-Kollektion „nomen est omen“ und überrascht mit einem aus roten Trauben weiß gekelterten Merlot, inzwischen fast schon Kult, was der erste deutsche Sommelier-Weltmeister und Master of Wine Markus Del Monego anerkennend lobt: “Frische Ideen sind für ihn Programm.“